„Im Liede erhöht sich die Freude – im Liede verwehet der Schmerz !“

Unter diesem Motto fanden sich am 9. März 1907 sangesfreudige Männer aus Othlinghausen und Umgebung zusammen, um im gleichen Dörfchen einen Gesangverein zu gründen.

Herr Emil Glörfeld leitete die Gründungsversammlung und übernahm auch die musikalische Leitung des neuen Vereins. Einstimmig wurde Herr Carl Feld zu 1. Vorsitzenden gewählt. Herr Wilhelm Lösenbeck wurde Schriftführer und der Vereinswirt Julius Bräcker übernahm die Kassengeschäfte.
Im Jahr 1910 erwarb der Verein eine kostbare Fahne, die noch im selben Jahr geweiht wurde. Im Jahre 1912 übernahm Herr Alfred Winkhaus den Vorsitz, den er mit kurzer Unterbrechung 33 Jahre behielt. Bis zum Jahr 1914 blühte der Verein auf. Die Sängerzahl wuchs, und die Leistung steigerte sich. Zeuge davon sind die besuchten Wettstreite und die gelungenen Konzerte und Veranstaltungen.

Dann brach der erste Weltkrieg aus und zerstörte die Vereinsarbeit. Von den damals 22 Sängern sahen 10 die Heimat nicht wieder. Nach dem Krieg begann die Vereinsarbeit neu. Einige Mitglieder konnten geworben werden, und bald stand der Chor wieder in alter Stärke da.
Im Jahre 1919 stellte Herr Emil Glörfeld aus Gesundheitsgründen sein Amt zur Verfügung. In Anerkennung seiner Verdienste wurde er zum Ehrenchorleiter ernannt. Als Nachfolger konnte der Lehrer Erich Glörfeld gewonnen werden. Doch nach kurzer Zeit trat bei Herrn Glörfeld ein beruflicher Wechsel ein, so dass vorübergehend der Ehrenchorleiter die Arbeit übernahm, bis eines Tages dem Junglehrer Herrn Ernst Feld die musikalische Leitung übertragen wurde. Erst 21-jährig ging Herr Feld mit Elan an seine Arbeit. Schon nach 6 Wochen fuhr der Verein zum Wettstreit nach Schalksmühle; dort verbuchte er einige sehr gute Erfolge. Doch leider konnte Herr Feld nicht lange mit dem Chor arbeiten, da er nach Petkum in Ostfriesland versetzt wurde.
Für einige Zeit übernahm Paul Vetter aus Lüdenscheid den Verein, um ihn bald wieder an den Ehrenchorleiter zu übergeben. Auch in dieser Zeit besuchte der Chor mehrere Wettstreite, die stets Erfolge einbrachten.
Das Jahr 1932 war ein besonderer Markstein in der Vereinsgeschichte, galt es doch das 25-jährige Bestehen würdevoll zu feiern. Ein Wettstreit wurde beschlossen, der im Saal der Gaststätte „Hohe Steinert“ ausgetragen wurde.
In den ersten 25 Jahren hatten folgende Sänger dem Verein vorgestanden: Carl Feld, Richard Hymmen, Ernst Winkhaus, und Theodor Schulte. Im Jahr 1912 übernahm Herr Alfred Winkhaus den Vorsitz, den er mit kurzer Unterbrechung 33 Jahre behielt. Sorge bereitete immer noch die Frage eines ständigen Dirigenten. Ende des Jahres 1932 übernahm der junge Musiklehrer Herr K. H. Meyer die Leitung des Chores. Mit ihm konnte eine ständige Leistungssteigerung erzielt werden. Besonders zu erwähnen ist das Straußenkonzert, das von allen Vereinen die unter seiner Stabführung standen, 1936 in der Lüdenscheider Schützenhalle gegeben wurde.
Bei einigen schönen Vereinsfahrten erholte man sich von der schweren Arbeit. In diesen Jahren begannen auch die regelmäßigen Freundschaftsfahrten zum Bruderverein in Petkum. Diese Verbindung war durch den ehemaligen Chorleiter, Herrn Ernst Feld, zustande gekommen, der dort während seiner beruflichen Versetzung dem Chor als Sänger und Schriftführer beigetreten war.

1939 zogen abermals dunkle Wolken am Horizont auf: Der zweite Weltkrieg brach aus. Damals zählte der Verein 25 Sänger. Fast alle wurden eingezogen und für manche gab es keine Wiederkehr. Waren es im ersten Weltkrieg zehn Sanges-brüder, so waren es dieses Mal sieben, die ihr Leben für die Heimat opferten.
Doch auch dieser unglückliche Krieg ging zu Ende, und der Verein stand vor einem neuen schweren Anfang. Den Vorstand übernahm 1945 Herr Hugo Klobes. Herr Alfred Winkhaus wurde Ehrenvorsitzender. Seiner sollte auch heute noch ehrend gedacht werden, fielen doch in seine Amtszeit zwei Weltkriege mit all ihren Nachwirkungen. Auch der Schriftführer, Herrn Wilhelm Bremicker sei ehrend gedacht. Seit 1919 hatte er dieses Amt inne. 1950 musste er es wegen Krankheit zur Verfügung stellen. Unter dem oben genannten Vorstand ging das Vereinsleben weiter. Herr Ernst Feld, inzwischen aus Petkum zurückgekehrt, übernahm wieder den Dirigentenstab. Unter seiner Leitung erblühte der Chor allmählich zu neuem Leben. Neue Sänger gesellten sich hinzu, und bald erklang der Chor wie in alten Zeiten.

1950 war die Zahl der Sänger bereits auf 36 angewachsen. Herr Feld verstand es, das Leben des Vereines harmonisch zu gestalten. 1952, durch Krankheit gezwungen, stellte er seinen Posten zur Verfügung. Nach langem Bemühen gelang es dem Verein, Herrn Hans Günter Höller zu verpflichten, unter dessen Leitung das 50-jährige Stiftungsfest fiel. Er verstand es, aus dem Chor einen vollkommen neuen Klangkörper zu schaffen und ihn zu neuen musikalischen Höhepunkten zu führen.

1957 wurde das 50-jährige Stiftungsfest in einem 800 Personen fassenden Zelt in Othlinghausen veranstaltet, verbunden mit einem großen Freundschaftssingen.
Nach dieser Jubelfeier ging die Chorarbeit weiter. Doch die Sänger des MGV Othlinghausen verstehen auch zu feiern. So ist das alljährliche Picknick überall in der näheren Umgebung ein Begriff geworden. Auch die Besuche zu unserem Bruderverein „Windsbraut“ in Petkum wurden Intensiviert. So haben wir viele schöne Stunden in Ostfriesland verbracht, und die Gegenbesuche waren für uns immer eine große Freude.

Als uns dann 1959 unser Dirigent Herr Höller verließ, übernahm der junge Musiklehrer Herr Klaus Wiekert den Chor, den er drei Jahre später an Herrn Gustav Uhlmann abgab. Dieser verstand es, obwohl er kein studierter Musiker war, den Chor ausgezeichnet zu leiten.
Er stand, wie wohl viele Sänger, tagsüber an der Werkbank oder Drehbank und ging abends seinem Hobby nach, der „Chormusik“. In diese Zeit fiel unser 60. Stiftungsfest, das wir in einem größeren Rahmen im Saal Streppel feierten. Vor allem seine menschlichen Qualitäten und seine Herzensgüte waren es, die ihn in unserem Verein so beliebt gemacht haben. 1970 gab er sein Chorleiteramt aus Altersgründen ab. Kurze Zeit später verstarb dieser allseits beliebte Mann.

Als Nachfolger von Herrn Gustav Uhlmann kam Herr Musikdirektor Walter Huhn zu uns. Er gestaltete zehn Jahre das musikalische Geschehen im Verein. Ihm verdanken wir viele schöne Chorstunden. Nicht nur altes Liedgut, auch moderne, neuzeitliche Lieder wurden einstudiert. Viele Veranstaltungen, Feste und Feiern wurden unter seiner Leitung zu bleibenden Erlebnissen.

Am 1. Juli 1980 begann für den MGV Othlinghausen eine neue Ära. Eine Frau übernahm den Dirigentenstab. Frau Gisela Spies war die erste und einzige Frau im Märkischen Kreis, die einen Männerchor leitete. Mit viel Elan ging sie an die Arbeit. Bereits im August 1980 hatten wir unseren ersten öffentlichen Auftritt mit ihr. Bei einem Frühschoppenkonzert in Hellersen zeigte der Chor ersten Erfolg unter ihrer Leitung.
Auch 1981 war ein fruchtbares Jahr. Am 10. Oktober besuchten wir ein Freundschaftssingen das der MGV Rotthausen 1906 anlässlich seines 75. Geburtstages ausrichtete. Gleich im nächsten Monat, am 8. November, trat der Chor in Kierspe auf. Die Sängervereinigung Vort-Grünenbaum bestand 90 Jahre und richtete aus diesem Grund ein Freundschaftssingen aus. Bei beiden Veranstaltungen wurden wir mit viel Beifall bedacht, der wohl in besonderem Maße unserer Dirigentin galt.

1982 feierten wir unseren 75-jährigen Geburtstag und Frau Spies wünschte dem Chor damals weiterhin: Viel Freude am Singen, Zusammenhalt, die Freundschaft und nicht zu vergessen, den prächtigen Mutterwitz. Das hat sich der Chor zu Herzen genommen.

1983 fuhr der Chor durch Vermittlung unseres Sangesbruders Pepi Schmid nach Reutte/Tirol. Dort feierte der MGV Reutte sein 90-jähriges Jubiläum und unser Verein erlebte 4 tolle Tage mit Chorkonzerten und Stadtumzug aller Vereine durch den Ort. Von 1983 bis 1985 nahmen die Sänger aktiv am Stadtfest teil.
1984 wurde ein Konzert im Kulturhaus unter dem Motto von „Nord nach Süd“ mit den befreundeten Chören aus Innsbruck-Hötting, Petkum und dem LKC durchgeführt.
1985 feierten wir die 50-jährige Freundschaft mit dem MGV Windsbraut in Petkum. Im Jahr darauf wurde unsere Protektorin, Frau Frieda Hymmen, 75 Jahre jung. Acht Sänger wurden im gleichen Jahr 50 Jahre alt und wir feierten alle zusammen auf Gut Voßwinkel ein rauschendes Fest. Ebenso folgten wir der Einladung des Sängerbundes Innsbruck-Hötting, sowie des Löschzuges Lösenbach und des MGV Niegedacht Brügge zum 75-jährigen Jubiläum. Im Jahr 1987 konnten wir auf Gut Voßwinkel unseren 80-jährigen Geburtstag mit unserem befreundeten Chor MGV Windsbraut aus Petkum feiern und gleichzeitig sechs neue Sänger in unseren Reihen begrüßen, wobei besonders erfreulich war, dass vier Sänger das 30. Lebensjahr noch nicht erreicht hatten.

1988 verstarb unsere Protektorin Frau Frieda Hymmen, die unseren Verein seit 1961 großzügig unterstützt hatte. Als neuen Protektor konnten wir Herrn Eugen Stute gewinnen, der bis zum heutigen Tage aktiv am Vereinsgeschehen teilnimmt.

1989 wurde ein Konzert im Kulturhaus veranstaltet. Mitwirkende waren der Sänger-bund Innsbruck-Hötting, der Lüdenscheider Kinderchor, die Sängergemeinschaft Frohsinn und der Conamus Chor aus Geel. Die Freundschaft mit den belgischen Sängern wurde 1990 durch ein Konzert in Geel bekräftigt. Zum 10-jährigen Bestehen des Lüdenscheider Frauenchores gratulierten wir im Kulturhaus. 1991 fand durch Vermittlung der Freunde der italienischen Kultur ein Konzert statt, zu dem der Männerchor „Castel Flavon“ aus Bozen zu Gast war. Ein Gegenbesuch fand 1992 in Bozen statt, und wir erlebten 4 herrliche Tage, die durch ein International besetztes Konzert ihren Höhepunkt fanden.

1992 war ein besonderes Jahr. Unter der Regie des 1. Vorsitzenden Ortwin Manthey erhält der MGV Othlinghausen eine Satzung und wird im Vereinregister eingetragen. Ab nun kann sich der Verein "MGV Othlinghausen 1907 e.V." nennen.

1994 besuchten wir auf Einladung des Kustos Willy Binczyk den Bremecker-Hammer und traten als erster Chor in den Räumen des Hammerwerkes auf. Als Dank wurde uns das Programmheft unseres 50-jährigen Bestehens, sowie eine damals aus diesem Anlass geprägte Erinnerungsmedaille überreicht, die dem Verein verloren gegangen war. 1995 gratulierten wir der Liedertafel Hellersen zu ihrem 90-jährigen Bestehen im Kulturhaus. Im gleichen Jahr feierten wir gemeinsam mit unserem befreundeten MGV Windsbraut aus Petkum unsere 60-jährige Freundschaft im Saal Streppel. Im Jahr 1996 folgten wir einer Einladung zum 15. Geburtstag des Lüdenscheider Frauenchores, und gratulierten dem Kulturhaus zum 15-jährigen Bestehen im Rahmen eines Stadtverbandkonzertes. Bei einer Konzertreise nach Bamberg 1996 hatte der MGV Othlinghausen erste Kontakte mit dem Männergesangverein Mühlendorf geknüpft, der im gleichnamigen Ort zu Hause ist. Zu 150 Jahren Chorgesang gratulierten wir am 25. Mai 1997 dem Männerchor Werdohl 1847/1891 im Festsaal Riesei während einer Konzert-Matinee. Nachdem wir im Oktober 1997 im neuen Theater in Emden unserem Freundschaftschor MGV Windsbraut zum 75-jährigen Bestehen gratulieren konnten, richtete sich die intensive Probenarbeit auf den 8. November, an dem der MGV Othlinghausen sein 90-jähriges Bestehen im Kulturhaus feierte. Mitwirkende waren der Lüdenscheider Frauenchor, sowie der aus Lüdenscheid stammende Bassist Klaus Hesse von der Schleswig-Holsteinischen Landesbühne, der am Flügel von Frau Astid Höller Hewitt begleitet wurde. Es wurde ein beeindruckendes Konzert vor ausverkauftem Hause.
Die Sänger der „Sängerlust“ aus Mühlendorf bei Bamberg waren im Juni 1998 zu Besuch und revanchierten sich so für unseren Besuch 2 Jahre zuvor.
Unter dem Motto „60 Jahre und kein bisschen leise“ fand der 60. Geburtstag unserer Chorleiterin Gisela Spies statt, den wir organisatorisch abwickelten und zu dem alle Ihre Chöre ins CVJM-Vereinsheim an der Mathildenstrasse eingeladen waren. Eine Sängerfahrt nach Prag im September rundete das Programm des Jahres ab.

1999 am 30. März war der Anfang der immer beliebter werdende Konzertreihe unter dem Motto „wenn ‘mer sonntags in die Kirche gehen“ im Autohaus Wigger an der Heerwiese. Die Idee kam von unserer heutigen Ehrendirigentin Gisela Spies. Diese Konzerte finden seitdem jährlich mit wechselnden Teilnehmer-Chören statt. Eine Konzertreise führte uns vom 28.-31. Mai nach Innsbruck-Hötting. Der Sängerbund Hötting hatte uns und den MGV Liederkranz Pfronten zum 100-jährigen Jubiläum als Chöre aus Deutschland unter 14 weiteren Chören eingeladen. Es waren berauschende Tage voller Musik.
Vom 22. – 24. September konnten wir wieder einmal den MGV Windsbraut aus Petkum begrüßen mit dem wir ein harmonisches Wochenende verbrachten. Unter dem Motto „Wein, Weib, Gesang“ feierte der weibliche Ableger des MGV Othlinghausen, die „Spätlese“ Anfang Februar 2000 ihr 20-jähriges Bestehen und brachte dazu sogar eine eigene CD auf den Markt.
Genau so lange, nämlich 20 Jahre, wurde auch dem Karneval in der Gaststätte Bräcker gehuldigt. Geselligkeit wurde im Verein immer groß geschrieben und als im Jahre 2000 das letzte Mal Karneval gefeiert wurde, war das kein endgültiger Schlußstrich. Man trifft sich halt heutzutage zum Frühlingsfest, bei dem es nicht weniger fröhlich zugeht.

Eine weitere Tradition des MGV Othlinghausen ist die jährliche stattfindende Vatertagswanderung. Hier beteiligen sich Sänger und passiven Mitglieder, um an einem gemütlichen Tag, auf Schusters – Sohlen, die schöne Lüdenscheider Umgebung zu erkunden. Dieser Tag endet immer mit einem geselligen Abschluss.

Nach mehr als 23 Jahren Dirigentschaft legte Frau Gisela Spies zum Ende des Jahres 2003 Ihr Amt nieder, nicht ohne vorher einen geeigneten Nachfolger ausgesucht zu haben. Mit Karl Neuhaus aus Werdohl hat der MGV Othlinghausen keinen Profi, aber einen Musiker mit Herz verpflichten können, der in das Gesamtbild des Vereines hervorragend zu integrieren war. Der Verein ernannte Frau Gisela Spies zur Ehrenchorleiterin.

Den Frauenchor Cantabile sowie den MC Werdohl konnten wir 2004 als Gäste im Autohaus Wigger begrüßen. Die Silberhochzeit unseres Vorsitzenden fand in dessen Garten statt und wir feierten mit dem Silberpaar, Bekannten und Verwandten bis in den frühen Morgen. Im Oktober statteten die Sänger der Stadt Dresden einen Besuch ab und gestalteten zum Jahresabschluß die Christmesse im Gemeindezentrum Lösenbach mit.

In 2005, nur zwei Jahre vor seinem 100-jährigen Bestehen, stand der Verein vor seiner wohl größten Bewährungsprobe. Die Familie Bräcker verkaufte aus Altersgründen den Festplatz, auf dem der Verein seit seiner Gründung jedes Jahr sein Picknick feiern durfte. Andere Möglichkeiten im Dorf gibt es keine und in die weitere Umgebung ausweichen kommt für die Sänger nicht in Frage.
So müssen alternative Finanzierungsquellen gefunden werden, um das Überleben des Vereines zu sichern.
An zwei Großveranstaltungen konnten wir teilnehmen. So feierte der Lüdenscheider Männergesangverein 1855 im Jahr 2005 seinen 150. Geburtstag und lud alle 25 Chöre des Stadtverbandes in die Schützenhalle zum gemeinsamen Musizieren ein und nur ein Jahr später durften wir stolz mit unserer Fahne im Festzug quer durch Lüdenscheid mitlaufen, als die Lüdenscheider Schützengesellschaft ihr 500. Bestehen feierte.

Schon zu Beginn des Jahres 2006 wurde beschlossen, das Fabrikskensingen im Autohaus Wigger an der Heerwiese auszuweiten. Aus einem Frühschoppenkonzert wurde eine Ganztagesveranstaltung. Nach dem Konzert spielte die Jazzband „Ohne Namen“ der Musikschule auf, ehe die TSG-Lateinformation der 2. Bundesliga atemberaubende Tänze vorführte. Abschließend erklang das Altenaer Blas-Orchester und viele Besucher ließen es sich nicht nehmen bis in den frühen Abend hinein zu tanzen. Was eine rundum gelungene Veranstaltung war.
Doch neben Geselligkeit und Feiern steht natürlich das Singen im Mittelpunkt unserer Gemeinschaft. Und das wir nicht schlecht singen, konnten wir beim Beratungssingen im März 2006 unter Beweis stellen, bei welchem wir von den Prüfern gute Kritiken erhalten haben.

Die Othlinghauser sind ein reiselustiges Volk. So gingen Konzertreisen über das Wochenende bereits in die verschiedensten Richtungen, hier seien nur die Be-deutendsten der letzten Jahre angeführt: 1983 nach Reutte/Tirol, 1985 nach Emden, 1986 nach Innsbruck-Hötting, 1990 nach Geel/Belgien, 1992 nach Bozen/Tirol, 1996 nach Bamberg, 1997 nach Emden, 1999 nach Innsbruck/Hötting, 2001 nach Mühlendorf/Bamberg und 2005 wieder nach Emden.
Tages- und Wochenendausflüge führten uns in die nähere und weitere Umgebung, z.B.: Trelleborg/Schweden, Bingen am Rhein, 1998 nach Prag, 2000 nach Heidelberg und Petkum/Emden, 2001 nach Münster, 2002 nach Friedrichsroda/Thüringen und Düsseldorf, 2003 nach Bremen, 2004 nach Dresden und 2005 nach Petkum/Emden um unsere 70-jährige Freundschaft zu feiern.
Mit einer Sängerfahrt entlang der Mosel über Koblenz, Trier und einen Abstecher nach Luxemburg endet in 2006 vorerst das Kapitel „Reisen“.

Die Harmonie innerhalb der Sängergemeinschaft und ihrer Freunde erhalten, und die gesangliche Qualität stetig verbessern, dieser Aufgabe stellen sich die zur Zeit 18 aktiven Sänger auch nach dem Motte der ersten Stunde:

„Im Liede erhöht sich die Freude – im Liede verwehet der Schmerz!“




In den 100 Jahren standen folgende Sänger dem Verein vor:

1907 – 1910 Carl Feld
1910 – 1911 Richard Hymmen
1911 – 1912 Carl Feld
1912 – 1921 Alfred Winkhaus
1921 – 1922 Ernst Winkhaus
1922 – 1945 Alfred Winkhaus
1945 – 1961 Hugo Klobes
1961 – 1964 Hans Richard Hymmen
1964 – 1972 Ernst Peiser
1972 – 1978 Erhard Jäger
1978 – 1987 Heinz Wrede
1987 – 1994 Ortwin Manthey
seit 1994 Michael Baumann


Chorleiter, die dem Verein die notwendige Musikalität einhauchten

1907 – 1919 Emil Glörfeld
1919 – ???? Erich Glörfeld
???? – 1923 Emil Glörfeld
1923 – 1928 Ernst Feld
1928 – 1929 Paul Vetter
1929 – 1932 Emil Glörfeld
1932 – 1941 Karl-Heinrich Meyer
1941 – 1945 Hintermeyer
1945 – 1947 Ernst Feld
1947 – ???? Karl-Heinrich Meyer
1947 – 1952 Ernst Feld
1952 – 1959 Hans-Günter Höller
1959 – 1962 Klaus Wickert
1962 – 1971 Gustav Uhlmann
1971 – 1980 Walter Huhn
1980 – 2003 Gisela Spies
2003 – 2007 Karl Neuhaus
2008 – 2013 Corinna Gerke
seit 2013 Maidi Langebartels

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Ernst Feld
Der MGV um 1920